Ehrenamtlicher Kitzretter schützt Rehkitze in Grünow und Umgebung | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Mario Trampenau rettet mit Drohnentechnik seit 2022 erfolgreich zahlreiche Rehkitze in Grünow und Umgebung.

Ehrenamtlicher Kitzretter schützt Rehkitze in Grünow und Umgebung

Seit 2022 engagiert sich Mario Trampenau als ehrenamtlicher Kitzretter in der Region rund um Grünow. Mit Hilfe einer Wärmebilddrohne sucht er während der etwa dreiwöchigen Hauptsaison täglich in den frühen Morgenstunden die Wiesen ab, um dort versteckte Rehkitze vor dem Tod durch Mähmaschinen zu schützen. Der Einsatz beginnt bereits zwischen 3.30 und 4 Uhr und dauert so lange, bis die Bodentemperatur die Wirksamkeit der Wärmebildtechnik einschränkt. Das Einsatzgebiet erstreckt sich von Penzlin über Neustrelitz, Burg Stargard, Feldberg und auch Grünow bis ins Brandenburgische.

Vor dem Einsatz moderner Drohnentechnik wurden in Grünow verschiedene Methoden ausprobiert, etwa das Absuchen der Wiesen mit oder ohne Hund, das Anbringen von Markierungsbändern zur Abschreckung oder der Einsatz von Wildwarnanlagen mit akustischen Signalen. Diese Methoden waren jedoch nur bedingt erfolgreich. Um die Kitzrettung weiter zu fördern, startete Mario Trampenau 2021 eine Spendenaktion im Namen des Kreisjagdverbandes Mecklenburg-Strelitz-Neubrandenburg, um die Anschaffung einer Wärmebilddrohne zu ermöglichen.

Vor drei Wochen fiel die bisherige Drohne durch einen technischen Defekt aus. Nachdem Landwirte und Jäger in und um Grünow sowie Feldberg davon erfuhren, konnten innerhalb von nur zehn Stunden die notwendigen Kosten von 7.500 € für eine neue Drohne gesammelt werden. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Spenderinnen und Spender sowie an alle Helferinnen und Helfer. Die meisten Unterstützer stammen aus der Landwirtschaft und dem Jagdwesen. Einige Spender haben jedoch weder mit der Landwirtschaft noch mit der Jagd zu tun und unterstützen die Kitzrettung aus Überzeugung.

Anerkennung durch die Jagdgenossenschaft Grünow

Inzwischen hat die Jagdgenossenschaft Grünow das Engagement von Mario Trampenau mit einer Spende von 500 Euro gewürdigt. Von diesem Geld möchte er im kommenden Frühjahr zehn Obstbäume entlang des Radweges in der Gemarkung Grünow pflanzen. Der verbleibende Betrag soll einer gemeinnützigen Einrichtung für Kinder zugutekommen.

Bis heute konnten mehr als 180 Rehkitze durch diese ehrenamtliche Tätigkeit gerettet werden. Darüber hinaus wurden zahlreiche Gelege von Bodenbrütern, Damwildkälber und Junghasen geschützt. Dieses Engagement zeigt, dass durch gemeinsames Handeln und ehrenamtlichen Einsatz durchaus nachhaltige Erfolge erzielt werden können, ohne dass große Förderprogramme nötig sind.