Informationen zum Grünower See | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Um die Nährstoffeinträge in den Grünower See zu reduzieren, sind insgesamt vier Maßnahmen geplant. Zwei davon werden von der Gemeinde Grünow realisiert. Welche das sind, erfahren Sie hier:

Informationen zum Grünower See

Die Umsetzung der Machbarkeitsstudie zur Reduzierung der Nährstoffeinträge in den Grünower See beinhaltet insgesamt 4 Maßnahmen.

  • Maßnahme 1 - Modifizierung der Einleitung des Godendorfer Mühlenbachs

  • Maßnahme 2 - Reaktiver Filtergraben

  • Maßnahme 3 - Abkopplung Plansee zur Wiederherstellung des abflusslosen Geländes

  • Maßnahme 4 - Schilfpolder Rückbau Rohrleitung

Die Maßnahmen 2 „Reaktiver Filtergraben“ und 4 „Schilfpolder Rückbau Rohrleitung“ werden von der Gemeinde Grünow realisiert. Die Umsetzung ist von der Bewilligung der Förderanträge abhängig. Die Beförderungsquote liegt bei 100 %, sodass der Gemeinde keine Kosten entstehen. Die Maßnahme 1 „Modifizierung der Einleitung des Godendorfer Mühlenbachs“ wird in Verantwortung der Gemeinde Carpin realisiert, da sich der Einlauf des Godendorfer Mühlenbachs auf dem Gebiet der Gemeinde Carpin befindet. Die Maßnahme 3 „Abkopplung Plansee zur Wiederherstellung des abflusslosen Geländes“ wird in Verantwortung des Naturparkes Feldberger Seenlandschaft durchgeführt. Hauptgrund dafür ist, dass die Maßnahme Flächen mehrerer Gemeinden betrifft (Carpin, Blankensee und Grünow).

Maßnahme 2 - Reaktiver Filtergraben

Bei Maßnahme 2 ist die Errichtung eines reaktiven Grabens vorgesehen. Dieser besteht aus mit Eisenhydroxid gefüllten Filtersäcken, einer darunter liegenden Drainageschicht und einem einfachen Sperrbauwerk aus Sandsäcken. Mit dem Eisengranulat soll Phosphat aus dem Drainabfluss festgelegt werden. Hierbei ist der maximal erzeugte Rückstau (Druckverlust) in die Drainagerohre zu berücksichtigen. Im Hochwasserfall oder bei auftretenden Verstopfungen soll der Filter überströmt werden, so dass immer ein Abfluss gewährleistet ist. Für den geplanten Versuchsbetrieb soll vor und hinter dem Filter jeweils eine Vertiefung (Wanne) als Sedimentfalle in die Grabensohle eingelassen werden, um ggf. den Anteil absetzbarer Stoffe sichtbar machen zu können. Vor und hinter dem Filter werden Wasserstandsonden mit integriertem Datenlogger installiert, um das Abflussgeschehen zu erfassen. Zusätzlich ist der Abfluss während der örtlichen Probenahmen z.B. mit einem Flügelrad manuell zu messen.

Maßnahme 4 - Schilfpolder Rückbau Rohrleitung

Diese Maßnahme beschreibt die Grabenöffnung und Errichtung eines Schilfpolders südwestlich von Grünow. Durch die Grabenöffnung soll das Wasser seinen natürlichen Lauf nehmen und in der Fläche gehalten werden, sodass sich die Phosphorfracht bereits vor dem Grünower See absetzen kann. Die Rohrleitung L00128 soll auf einer Länge von ca. 200 m geöffnet und im Anschluss an die Fließstrecke ein Polder errichtet werden, der als Phosphor- und Stickstoffrückhalt fungiert. Die Oberfläche des Schilfpolders beträgt 0,55 ha. Das Einzugsgebiet des verrohrten Grabens reicht einerseits bis an die Ortslage von Grünow heran (Kleinkläranlagen) und auf der anderen Seite bis an ein entwässertes Niedermoor im Südosten (diffuse Quellen).